Dr. Konstantin Raudive

* 30. April 1909 in der Gemeinde Asūne bei Dagda, Lettland
† 2. September 1974 in Bad Krozingen

Konstantin Raudive (lettisch Konstantīns Raudive) war Parapsychologe, Literaturwissenschaftler, Autor und Stimmenforscher.

Dr. Konstantin Raudive

  • Leben & Wirken

    Raudive, aus einer katholischen Bauernfamilie, besuchte das Gymnasium Krāslava und ein Priesterseminar in Riga. Er studierte Psychologie in Paris, Madrid und Edinburgh. Er soll auch bei Carl G. Jung studiert haben. Nach Aufenthalten in Italien und Finnland kehrte er 1938 nach Lettland zurück.

    Er war Professor für Psychologie an der Universität Riga. Vor der Rück-Eroberung Lettlands durch die Russen 1944 floh er mit der Schriftstellerin Zenta Mauriņa über Schlesien und das Erzgebirge nach Detmold. Dort heirateten beide im Jahr 1946. Schließlich wanderten sie nach Schweden aus, wo Raudive Professor an der schwedischen Universität Uppsala wurde. 1965 wurde das Ehepaar dann in Bad Krozingen wohnhaft.

  • Pionier der Tonbandstimmenforschung

    Angeregt durch Friedrich Jürgenson, den er Mitte der 1960er Jahre in Schweden aufsuchte, erforschte Raudive während seiner letzten zehn Lebensjahre in Deutschland das Elektronische Stimmen-Phänomen (EVP) und war auf diesem Fachgebiet führend. Mit Hilfe eines Physikers und eines Elektronikers speicherte er unter strengen Laborbedingungen etwa 72.000 „Totenstimmen“ (Raudive Voices) auf Tonband. Er veröffentlichte etliche Bücher, in denen er dieses Phänomen dokumentierte und erläuterte.

    Sein Nachlass (oder Teile) befindet sich im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Auch das Stadtmuseum von Bad Krozingen, wo ein Raum dem Arbeitszimmer seiner Frau nachempfunden wurde, widmet sich seinem literarischen und parapsychologischen Werk.

    Dr. Konstantin Raudive, der die Grundlage für die internationale Forschung im Bereich der Instrumentalen Transkommunikation (ITK) mit weltweiter Resonanz gelegt hat. Dies begründete sich vor allem in der englischen Veröffentlichung seines Buches „Breakthough“), sowie seiner zahlreichen Besuche in Italien und England mit Präsentationen zur Tonbandstimmenforschung. Die Bücher über das Stimmenphänomen und die wegweisende Pionierarbeit von Dr. Konstantin Raudive auf dem Gebiet der instrumentellen Transkommunikation ist vielen in Deutschland heutzutage leider nicht mehr bekannt. Neben Friedrich Jürgenson war er einer der Tonbandstimmen- Pioniere der ersten Stunde, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus weltweit bekannt und insbesondere durch seine sachlich und wissenschaftliche gehaltene Forscherarbeit anerkannt wurde.

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