Sonntag, den 10.09.2017, von Max


der Matrix Modulator für das LTC~wave: TRX-MM

Ein Transceiver, von englisch Transmitter ‚Sender‘ und Receiver ‚Empfänger‘, ist eine Kombination von beidem. Das Kofferwort entstand in den 1930er Jahren. Transceiver gibt es nicht nur in der Funktechnik, sondern auch bei kabelgebundener Signalübertragung, aber logischerweise nicht beim Rundfunk. Nun ja, bis jetzt…..

Abb.1 oben: Detail zur Plazierung des TRX-MM Moduls innerhalb des LTC~wave


Test- und Funktionsaufbau zum TRX-MM Modul


Es war im Juni 2016, als mir die Idee in den “Schoß” gelegt wurde. Bereits bei einigen Einspielungen verwendete ich parallel zum LTC~wave einen kleinen KW-Prüfsender. Dieser nahm einen Teil des vom LTC modulierten Signals auf und sendete es auf ca. 6.000kHz wieder in den Äther ab. Also im typischen Bereich des Europabandes im 49m-Band, welches zwischen 5.900kHz und 6.200kHz liegt. Zugegeben, absenden klingt jetzt etwas hochtrabend, doch kam ich bei Versuchen zu einer vernünftigen Sendereichweite von 4-6m. Das reichte mir auch aus, denn weiter lag meine Delta-Loop Antenne (Abb.3) ja eh nicht entfernt.

Immer wenn ich also diesen “Mini-Sender” in Betrieb hatte, machte ich die Beobachtung, dass Durchsagen klarer und prägnanter in Intensität und Qualität durchkamen. Ich experimentierte weiter, da es je nach Abstimmung an der Antenne eine gewisse Bandbreite von Möglichkeiten gab. Es pendelte sich zum Schluss eine Bandbreite von 5.995kHz bis ca. 6.023kHz ein. Diesen Bereich variierte ich dann zuletzt manuell während der Einspielung händisch. Damit wurde der Gedanke geboren, in das lichtmodulierte LTC-wave den Sender fest einzuschleifen.

Da ich bereits die positiven Einflüsse durch Veränderung der Sendefrequenz erfahren hatte, wollte ich auf jeden Fall ein Modul erstellen, dass die Möglichkeit zur individuellen Eingabe von Start- und Endfrequenz hat. Ebenso sollte weiterhin es die Option bestehen, die Schrittweite beim Durchlauf stufenlos einzustellen. Nach ersten Überlegungen im Juni war aber schnell klar: alles in allem kein leichtes Unterfangen. Zudem da ich weitere Einstellparameter unterbringen wollte:
da war die automatische Anpassung an die variable Länge der Sendeantenne, der beliebige Vor- und Rücklauf des Scan-Vorganges und nicht zuletzt, eine sichere und qualitative hohe Tonqualität. Es folgten Monate voller Testläufe und Versuchsaufbauten bis nun endlich die fertige Schaltung auf jeweils individuelle Platinen gesetzt werden konnten.

Abb.2 oben: Wirk- und Funktionsschema des LTC~wave


Abb.3 oben: Delta-Loop Antenne als 26,5m Endgespeister Langdraht 


Da nun eigentlich eine Blaupause fixfertig war, um auch einen Empfänger zu kreieren, machte ich mich daran dieses ebenso umzusetzen. Im Prinzip nichts anderes als einen leistungsstarken Empfänger, welcher mit den gleichen Software-Ansteuerungen arbeitet wie bereits der Sender:

  • frei wählbareres Empfangsfenster von 5.900 – 17.900kHz, das entspricht den Kurzwellenbändern von 49m, 41m, 31m, 25m, 22m, 19m, sowie einem Teil des 16m Bandes,
  • frei einstellbarer Scan-Intervall (ms),
  • frei einstellbare Schrittweiten (Hz),
  • Ausführung des Abtastvorgang in beide Richtungen (Vorwärts/Rückwärts),
  • Ausführung des Abtastvorgang per Zufall (Random)

Rückblickend kann ich eigentlich gar nicht sagen, was nun schwerer oder leichter zu bauen war, doch die Entwicklung von fast 1 1/2 Jahren spricht für sich. Aber nun sind beide Einheiten, Empfänger wie auch Sender, fertig aufgebaut und zum Einsatz im LTC~wave bereit.

Unnötig zu erwähnen, warum ich mit der Ausführung und Wirkungsweise mir soviel Arbeit machte. Es waren natürlich wieder etliche Hinweise, die mich angetrieben hatten. Witzigerweise war eine davon: “….tu’ das ‘M’ programmieren!”.  Eigentlich erinnerte ich mich erst wieder an diesen Satz, als ich den Namen für die beiden Module ersann: das TRX-Matrix Modulator . Zufall? …ich weiss es nicht und bin mittlerweile mit diesem Begriff sehr vorsichtig in der Verwendung. Denn was sind denn  eigentlich Zufälle? Es sind doch genauer betrachtet lediglich Ereignisse, die man selbst als Überraschung zum Zeitpunkt des Eintrittes empfindet. Doch im Großen und Ganzen rückwirkend betrachtet sind es meistens wesentlichen Wegpunkte in jeder seiner Lebenslinie.

Nun, wo oder wie findet den nun der TRX-Matrix Modulator (TRX-MM) letztendlich seine geplante Verwendung im LTC~wave?
In der Darstellung als Wirkschema (Abb.2) kann man das sehr gut nachvollziehen. Das TRX-MM wird quasi als “kabellose Schnittstelle” in einem immerwährenden Modulations-Signalfluß innerhalb des Licht-Kreislaufes im LTC~wave eingesetzt. Aus diesem wird dann das modulierten Audiosignal abgegriffen und aufgezeichnet. Der Audio-Strom mündet wieder in Sender und taucht von neuem in den Datenfluss auf die LTC~wave Modulationsstrecke ein. Bei sehr philosophischer Betrachtung des technischen Geschehens, könnte die Interpretationstheorie zur Reinkarnation einem in den Sinn kommen…

Fragen? Anregungen? Erfahrungen? ….dann hinterlasst Euren Kommentar unten im Schriftfeld oder schreibt mir eine Email.

Gruß & Danke,
Max

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